Bildungsminister Tischner hat die Einrichtung von elf sogenannten Familienschulzentren angekündigt, an denen Eltern stärker in die Bildung ihrer Kinder involviert werden sollen. Doch schon zu Beginn scheint dieses Projekt unter keinem guten Stern zu stehen. Vier Schulen sprangen bereits wegen mangelnder Kapazitäten ab. Der Verband kinderreicher Familien e.V. stellt das Unterfangen sogar grundsätzlich in Frage: Statt Modellprojekte an einzelnen Schulen einzurichten, bräuchte es flächendeckende Reformen.
Denny Jankowski, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, sagt dazu:
»Wir beobachten seit seinem Amtsantritt wie der Bildungsminister ein schönklingendes Modellprojekt nach dem anderen ankündigt, während grundsätzliche Veränderungen im Bildungssystem ausbleiben. Bei der Integration sollen ganze 19 „Chancenassistenzen“ die Fehlanreize der deutschen Migrationspolitik richten. In der politischen Bildung kopiert er schlichtweg den CSU-Werbeartikel der »Verfassungsviertelstunde«.
Jetzt will er elf sogenannte »Familienschulzentren« einrichten, anstatt die Ausstattung der Schulen oder die Umsetzung der Erziehungspartnerschaft thüringenweit zu verbessern. Und natürlich gibt es für diese Zentren eine Koordinierungsstelle, für deren Verwaltung ein Träger aus der bunten Zivilgesellschaft reichlich ausgestattet werden wird. Die Bildungspolitik dieser Landesregierung ist eine einzige Dauerwerbesendung ohne Inhalt und Substanz.«
Quelle: AfD-Landtagsfraktion