Die Großübung im Sandbergtunnel bei Stadtilm hat erhebliche Schwachstellen in der Alarmierungs- und Rettungskette offengelegt. Nach Presseberichten vergingen zwischen dem ersten Notruf und dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte am Tunnelportal mehr als zwei Stunden. Auch die Alarmierung der Feuerwehren und die Warnung der Bevölkerung funktionierten nicht wie vorgesehen; im Ernstfall hätten diese Verzögerungen nach Einschätzung von Beobachtern zahlreiche Menschenleben gekostet.
Dazu erklärt Stephan Steinbrück, Sprecher für Brand- und Katastrophenschutz der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:
»Das Ergebnis dieser Übung muss wachrütteln: Eine Rettungskette, in der entscheidende Minuten zu Stunden werden, ist nicht akzeptabel; das Problem lag nach bisherigem Kenntnisstand ausdrücklich in der Alarmierungs- und Informationskette, die Feuerwehr- und Rettungskräfte vor Ort waren dafür nicht verantwortlich und haben eine gute Arbeit geleistet. Nun müssen die Abläufe schonungslos und professionell analysiert und sämtliche festgestellten Mängel konsequent beseitigt werden. Organisatorische Defizite, unklare Verantwortlichkeiten und mangelnde Verlässlichkeit dürfen im Brand- und Katastrophenschutz weder zur Normalität werden noch kleingeredet werden; die notwendige Professionalisierung muss bei der politischen Führung beginnen, Zuständigkeiten klären und verlässliche Strukturen schaffen, bevor aus organisatorischem Versagen reale Opfer werden. Die AfD-Fraktion wird deshalb im nächsten Innenausschuss eine umfassende politische Aufarbeitung der Übung und ihrer Ergebnisse einfordern.«
Quelle: AfD-Landtagsfraktion