Am 20. März 2026 fand in Gera wieder der  Bürgerdialog des AfD-Stadtverbands statt, bei dem neben lokalen Vertretern wie Dieter Laudenbach MdL und Kerstin Müller Sprecherin des AfD-Stadtverbandes Gera auch Daniel Haseloff MdL aus Erfurt als Gastredner auftrat. Die Veranstaltung diente der Vorstellung eines umfassenden politischen Programms sowie konkreter Konzepte für eine angestrebte Regierungsübernahme in Thüringen und im Bund. In den einleitenden Worten wurde die aktuelle Lage in Deutschland als tiefgreifende Krise beschrieben, die durch Rekordinsolvenzen, eine instabile globale Lage und eine verfehlte Politik der etablierten Parteien gekennzeichnet sei. Kritisiert wurde insbesondere das Wählerverhalten bei den jüngsten Landtagswahlen, da eine Mehrheit der Bürger weiterhin die Verursacher der Krise wähle, was nach Ansicht der Redner verdeutliche, dass der Leidensdruck in der Bevölkerung noch nicht groß genug sei.

Das vorgestellte Regierungsprogramm für Thüringen setzt Schwerpunkte in der Wirtschafts-, Energie- und Sozialpolitik. Die AfD strebt an, bis spätestens 2029 die Regierung in Thüringen und Sachsen zu übernehmen, wobei eine absolute Mehrheit das Ziel ist, um politische Kompromisse zu vermeiden. Zu den Kernforderungen gehören die Stärkung des Mittelstands, die Beendigung der Windenergienutzung sowie eine Neuausrichtung des Bildungswesens hin zu mehr Leistungsorientierung. Im sozialen Bereich plant die Partei finanzielle Anreize für Familien nach dem Vorbild früherer DDR-Kreditmodelle und eine Sicherstellung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Zudem wird eine konsequente Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eine stärkere politische Unabhängigkeit der Justiz gefordert.

Ein wesentlicher Teil der Veranstaltung widmete sich dem Thema Remigration, das in einem Zwei-Phasen-Modell präsentiert wurde. Auf Landesebene sieht dieses Modell vor, Thüringen durch die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für Migranten unattraktiv zu machen. Geplant ist zudem der Bau eines zentralen Containerdorfs am Flughafen Erfurt für rund 75 Millionen Euro, um Abschiebungen in großem Stil effizient abwickeln zu können. Hierbei wurde das Konzept einer „Remigrationsindustrie“ entworfen, von der lokale Sicherheits- und Versorgungsunternehmen profitieren sollen. Auf Bundesebene sieht das Konzept ein Moratorium für den Zuzug sowie eine Rückkehr zum Staatsbürgerschaftsrecht von vor 2000 vor, was auch die Überprüfung und mögliche Aberkennung bereits erteilter Staatsbürgerschaften einschließt.

Abschließend wurden konkrete parlamentarische Initiativen wie ein Gesetzesentwurf zur Beseitigung „rechtsfreier Räume“ im Bereich des Kirchenasyls und der Härtefallkommissionen angekündigt. Die Veranstaltung endete mit einem Aufruf von Kerstin Müller Sprecherin des AfD-Stadtverbandes Gera zur aktiven Beteiligung an den kommenden Ortsteilratswahlen in den Ortsteilen Innenstadt, Röppisch, Kaimberg/Taubenpreskeln und Tinz/Bieblach in Gera.

Der nächste Bürgerstammtisch findet am 24.04.26 statt.

Verfasser: Kerstin Müller und Bernd Ratzka

Die gesamte Veranstaltung kann auf unserem  YouTube Kanal nochmal angeschaut werden. 

Link: www.youtube.com/@afdgerang