Windkraftanlagen im Thüringer Wald. Das war immer ein Tabu in Thüringen. Nun wurde dieses Problem nach Zeitungsmeldungen zwischen der CDU und der SPD offensichtlich neu bewertet. Waldflächen sind nicht mehr von vornherein ausgeschlossen, wie man hört. „Leider spielen bei diesem Kurswechsel wissenschaftliche Erkenntnisse keine Rolle. Dieses Zugeständnis der CDU dient nur einem Zweck – dem Machterhalt von Frau Lieberknecht“, betont der AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke. „Wieder wurde eine Chance verpasst, in Thüringen ein deutliches Signal gegen die Fehlentwicklungen der sogenannten Energiewende zu setzen. Die Förderung der erneuerbaren Energien erfolgt stets mit dem Anspruch, dass man mit der Natur sorgsam umgehen müsse. Hier passiert leider das Gegenteil!“   Windkraftanlagen in Waldgebieten können schon deshalb nicht als ökologisch und nachhaltig gelten, weil die Schaffung der hierfür erforderlichen Infrastruktur einen schweren Eingriff in die Natur darstellt. So sind neben den Windrädern Schneisen für Versorgungswege und Stromleitungen erforderlich. Die Windräder selbst stellen eine Gefahr für Vögel und Fledermäuse dar. “Es ist schon kurios, dass vielerorts notwendige Infrastrukturvorhaben mit der Begründung des Schutzes der Natur verzögert oder verhindert werden, nun aber gerade bei Bauvorhaben der “grünen” erneuerbaren Energie der Naturschutz hinten anstehen soll.”, so Björn Höcke.   Die sogenannte Energiewende wurde von der Bundesregierung auf Kosten der Umwelt und der Menschen in Gang gesetzt. In einem vollkommen planlosen Vorgehen sind mit Milliarden von Subventionen u. a. Windräder und Solaranlagen in die Landschaft gestellt worden. Eine Folge hiervon ist der immer größere Bedarf an Stromtrassen, die intakte Naturlandschaften wie den Thüringer Wald durchschneiden sollen. „Und jetzt auch noch Windräder – die AfD wendet sich entschieden gegen diese verfehlte Energie- und Umweltpolitik.“, so Björn Höcke weiter. „Man kann nicht entscheiden, was schlimmer ist – die weitere Zerstörung der Thüringer Natur, die steigenden Strompreise oder die immer größer werdende Instabilität des Stromversorgungsnetzes.“   Der größte Effekt der sogenannten Energiewende war in den letzten Jahren der rasante Anstieg der Strompreise. Eine ganze Reihe staatlich veranlasster Kostenumlagen auf den Strompreis, allen voran die sogenannten EEG-Umlage, sind deren finanzielle Folge für die Stromverbraucher. Für die verfehlte Energiepolitik zahlt jedoch nicht nur der „kleine Mann“, sondern auch die deutsche Industrie bzw. energieintensive Gewerbe, allen voran der Mittelstand. Die dringend notwendige Trendwende zu einer ideologiefreien, an technischen und wirtschaftlichen Erfordernissen ausgerichteten Energiepolitik ist daher eine der Kernforderungen der AfD.

Dr. E. Hinrichs
ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND
-Pressesprecher/ AfD Thüringen-