Nach dem Sprengstofffund bei einem Vertreter der Thüringer Antifa-Szene, der auch Kontakte zur Linkspartei hat, berichtete Innenminister Georg Maier vergangene Woche dem Parlament. Dabei sagte Maier, das LKA sei von Anfang an in die Ermittlungen involviert gewesen. Einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge beteiligten sich jedoch lediglich Bombenentschärfer des LKA am Einsatz vor Ort. Ermittlungen habe  das LKA erst fünf Tage später angestellt. Außerdem berichten die Medien von einer Zeugin, die am Telefon bedroht worden sei.

Dazu sagt Jörg Henke, sicherheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Der Vorgang wird immer skandalöser. Wie jetzt bekannt wurde, gab es eine Zeugin, die den Sicherheitsbehörden den entsprechenden Hinweis auf den Sprengstoff gab. Diese Zeugin wurde dann am Telefon bedroht. Trotzdem bleiben die Verdächtigen auf freiem Fuß! Da die Zeugin täglich mit Angriffen aus dem Kreis oder dem Umfeld der Verdächtigen rechnen muss, erhält sie nach meinen Informationen nun rund um die Uhr Personenschutz der Polizei.

Augenscheinlich versucht die Landesregierung, mit allem Mitteln die genauen Umstände des Sprengstofffundes zu vertuschen. Innenminister Maier beteuerte vor dem Landtag, das LKA habe den Fall sofort übernommen. Recherchen der „Welt am Sonntag“ in Polizeikreisen kommen zu einem anderen Ergebnis. Danach hat das LKA erst Tage später aufgrund des öffentlichen Drucks das Verfahren an sich gezogen. Hat Maier also gar das Parlament belogen?

Die AfD wird bei all diesen Fragen nicht locker lassen, und eine Aufklärung mit allen ihr zur Verfügung stehenden parlamentarischen Mittel anstreben. Notfalls werden wir sie erzwingen.“

Quelle: AfD-Landtagsfraktion